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Der blaue Engel [2 DVDs]


von Heinrich Mann
mit Emil Jannings, Kurt Gerron, Marlene Dietrich, Hans Albers
Der blaue Engel [2 DVDs]
EUR 9,99

Hersteller: Universum Film GmbH
Label: Universum Film GmbH
Publisher: Universum Film GmbH
Feature:
  • FSK 12

Studio: Universum Film GmbH
Format: DVD
Anzahl: 2
Verpackungsgrösse:
Height 67 (hundredths-inches)
Length 756 (hundredths-inches)
Weight 36 (hundredths-pounds)
Width 547 (hundredths-inches)

Beteiligte: Emil Jannings (Hauptdarsteller)Kurt Gerron (Hauptdarsteller)Friedrich Hollaender (Komponist)
Release: 26.11.2001

Produktbeschreibungen

Product Description Der Gymnasialprofessor Rath entdeckt, daß seine Schüler das moralisch anrüchige Lokal "Der blaue Engel" besuchen. Voller Empörung stellt er dort die Sängerin Lola zur Rede. Doch schon bei der ersten Begegnung erliegt er ihren Reizen. Nach einem zweiten Besuch verbringt er die Nacht in ihrem Bett. Nicht ohne Folgen Am Morgen danach wird er von den Schülern als "Unrat" verhöhnt. Dem Schuldirektor gegenüber verteidigt er sein Liebesverhältnis und - wird entlassen. Erst viel zu spät merkt der Professor, dass ihn seine Liebe zu Lola zielsicher ins Verderben führt...

Aus der Amazon.de-Redaktion Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten -- nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt.

Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. --Ursula Steingaß

Amazon.de DVD-Bewertung Bei dieser Doppel-DVD bekommt man wirklich was für sein Geld. Bild- und Tonqualität sind hervorragend, die Menüführung ist übersichtlich, und auch die Extras können sich sehen (respektive hören) lassen.

Disc 1 enthält neben zwei Trailern und drei Live-Auftritten von Marlene Dietrich -- "Falling In Love Again" (1963), "Lola" und "You're The Cream In My Coffee"(1972) -- u.a. auch Probeaufnahmen und ein Interview mit der deutschen Diva. Highlight der ersten Silberscheibe ist freilich der Audiokommentar von Werner Sudendorf, in dem der Filmhistoriker und Leiter der Marlene-Dietrich-Collection im Filmmuseum Berlin durchgängig (!) jede einzelne Szene des Films hinsichtlich Aufbau, Intention und narrativer Funktion erklärt. So bekommen etwa Details wie das Papageno-Motiv in der musikalischen Ouvertüre, auf die man sonst nie geachtet hat, plötzlich einen tieferen Sinn.

Eher Kuriositätswert hat die zweite DVD: Hier findet sich nämlich die komplette englische Fassung, die mit Blick auf den angloamerikanischen Markt parallel zur deutschen Originalfassung gedreht wurde. Das -- permanent von deutschen Einschüben durchsetzte -- Englisch der Darsteller war freilich so erbärmlich, dass unbeabsichtigte komische Effekte nicht ausblieben, weshalb sich diese Version international auch nie durchsetzen konnte. Dennoch äußerst verdienstvoll, dass nun auch diese Fassung dem Publikum zugänglich gemacht wird. Disc 1 enthält im Übrigen -- anhand einer ausgewählten Szene -- einen Vergleich zwischen der deutschen und englischen Fassung.

Etwas merkwürdig berührt einzig der Punkt "Biografien" (Disc 1): Über den Schauspieler Kurt Gerron lesen wir, dass er "wegen seines jüdischen Glaubens" 1933 Deutschland verlassen musste. 1944 von der Gestapo in Holland verhaftet und nach Theresienstadt deportiert, wird ihm "die Regie eines pro-nationalsozialistischen Dokumentarfilms über das Konzentrationslager Theresienstadt übertragen". Das ist, gelinde gesagt, eine etwas unglückliche Einordnung dieser an Menschenverachtung nicht zu überbietenden Vorgehensweise der Nazis. Denn "nach Beendigung der Dreharbeiten wird Gerron nach Auschwitz deportiert und vergast." (Jannings hingegen "passt sich politisch und künstlerisch dem nationalsozialistischen Regime an und erhält zahlreiche Ehrungen".) --Axel Henrici