Lonely Runs Both Waysvon Alison Krauss & Union Station ![]() EUR 16,99 Hersteller: Concord (Universal) Label: Concord (Universal) Publisher: Concord (Universal) Studio: Concord (Universal) Format: Audio CD Modell: 00011661052529 Verpackungsgrösse: Height 40 (hundredths-inches) Length 560 (hundredths-inches) Weight 25 (hundredths-pounds) Width 490 (hundredths-inches) Release: 19.11.2004 TracksMedium 11 Gravity 2 Restless 3 Rain Please Go Away 4 Goodbye Is All We Have 5 Unionhouse Branch 6 Wouldn't Be So Bad 7 Pastures Of Plenty 8 Crazy As Me 9 Borderline 10 Poor Old Heart 11 This Sad Song 12 Doesn't Have To Be This Way 13 I Don't Have To Live This Way 14 If I Didn't Know Any Better 15 A Living Prayer ProduktbeschreibungenProduct Description LONELY RUNS BOTH WAYSAus der Amazon.de-Redaktion Wer diese Stimme beschrieben möchte, sollte vielleicht vorher Rilke oder E.T.A. Hoffmann oder einen anderen großen Romantiker lesen und sich von blumigen Methaphern inspirieren lassen. Zutage kommt dann vielleicht so etwas wie: "Eine Stimme wie eine Schneeflocke an einer zugefrorenen Glasscheibe -- zart, zerbrechlich, perfekt, von kristalliner Schönheit." Oder: "Ein Gesang, so anmutig wie das Flügelflattern eines Schmetterlings." Oder: "Eine Stimme, so rein, so klar, so kraftvoll wie ein Gebirgsbach." Und so weiter ... Wer meint, das sei zu dick aufgetragen hat vermutlich noch nicht Bekanntschaft mit der Sangeskunst der 32-jährigen, aus Dectur, Illinois stammenden Sängerin und Geigenspielerin gemacht. Für einen Musikfreund allemal ein grobes Versäumnis -- das sich allerdings schnell beheben lässt. Am besten mit ihrem neuen Album Lonely Runs Both Ways. In 15 Titeln läuft die genauso bewunderte wie preisgekrönte Königin des modernen Bluegrass (17 Grammys! Wer bietet mehr?) zusammen mit ihren großartigen akustischen Begleitern von "Union Station" wieder zu Höchstform auf. Erneut gelingt ihr wunderbar die Verschmelzung von Bluegrass-Roots, Woodstock-Feeling und Folk. Wer sich das Konzentrat der wirklich besten Momente von Dolly Parton, Joan Baez und Stevie Nicks vorstellen kann, bekommt eine Ahnung von dieser Stimme und Musik. Lonely Runs Both Ways ist deshalb weit mehr als "nur" eine weitere erstklassige CD. In der feierlichen Inszenierung und der behutsamen Zusammenstellung an neuen Songs und Coverversionen (u.a. Gillan Welch und Woody Guthrie) erinnert dieses Album an ein, nun, spirituelles Ereignis. Zumindest an ein Mystisches. Wie eine gute Fee aus den Bergen der Smokey Mountains in Tennesse -- der Wiege des Bluegrass -- erscheint sie einem, wenn sie ihre glockenklare Stimme erklingen lässt. Wer hier nicht die Ohren tüchtig spitzt und -- egal was er gerade macht -- inne hält, sollte sich schleunigst von Onkel-Doktor auf akute Gefühlskälte untersuchen lassen. Vermutlich aber muss sich ein, durch Plastik- und Retorten-Pop kontaminiertes Ohr erst an diese ungewohnt intimen, ausschließlich von Stimmen und akustischen Instrumenten produzierten Töne gewöhnen. Spätestens bei Titel Nummer sechs, dem berührenden Liebeslied "Wouldn?t Be So Bad", sollte der akustische Akklimatisierungs-Prozess allerdings erfolgreich abgeschlossen sein und sich die typische Alison Krauss-Hörer-Reaktion einstellen: Augen schließen, träumen, in eine andere Welt entschweben -- Kino für die Ohren. Unterbrochen wird der sanfte Trip stets dann, wenn sich Gitarrist Dan Tyminski das Mikro schnappt, um in Titeln wie "Rain Please Go Away" oder "Pastures Of Plenty" erdigere, rustikalere Töne anzuschlagen. Auch das macht richtig Laune. Und schürt dazu die Vorfreude, auf den nächsten von Alisson Krauss so wundervoll gesungenen Song. Fazit: Unschlagbar! Von zehn Punkten elf! Der nächste Grammy ist ihr sicher! -- Gunther Matejka |